Nastätten

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Basisdaten
Wappen
Wappen Nastätten
Bundesland Rheinland-Pfalz
Landkreis Rhein-Lahn-Kreis

Verbandsgemeinde
Höhe
Fläche

Nastätten
280 m ü. NN
13,02 km²

Einwohner:

Bevölkerungsdichte:
Postleitzahl:
Vorwahl:
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel:
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister:

4.217(31. Dez. 2010)
324 Einwohner je km²
56355
06772
EMS
07 1 41 092
Bahnhofstraße 1
56355 Nastätten
www.nastaetten.de
Emil Werner

Nastätten ist eine Stadt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz. Sie ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Nastätten. Nastätten bildet das Zentrum des Blauen Ländchens.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Nastätten ist die größte Stadt im rheinland-pfälzischen Teil des Taunus und das Zentrum des südlichen Rhein-Lahn-Kreises. Sie liegt im westlichen Hintertaunus im Tal des Mühlbachs.[1]

Geschichte

Der Ort wurde urkundlich erstmals im Prümer Urbar im Jahre 893 als Nastede erwähnt. 1479 starben die Grafen von Katzenelnbogen aus, deren „Niedergrafschaft“ per Erbvertrag an den Landgrafen von Hessen fiel. Seit 1557 war das Gebiet im Besitz der Landgrafschaft Hessen-Rheinfels und kam 1583 durch Erbfolge an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Bereits in (und vor) dem 16. Jahrhundert wurde um Nastätten intensive Schafzucht betrieben und die aus der Wolle gewebten Stoffe als besonders hochwertiges "Nastätter Tuch" im In- und Ausland verkauft. Ab etwa 1590 war der Anbau von Flachs eine wichtige Erwerbsquelle. Aus dem Flachs wurde ebenfalls Tuch hergestellt, das oft auch blau gefärbt wurde. Dies ist der Ursprung der Bezeichnung Blaues Ländchen für das Gebiet um den Ort. Nach 1794 kam der Ort unter französische Verwaltung. Seit 1815 gehörte der seither als Stadt bezeichnete Ort zum Herzogtum Nassau und wurde 1816 Sitz des Amtes Nastätten. Ab 1866 wurde Nastätten mit der Annexion des Herzogtums preußisch und war zunächst dem Unterlahnkreis zugeordnet. Ab 1. April 1886 gehörte Nastätten mit dem westlichen Teil des aufgelösten Amtes dem neu geschaffenen Landkreis Sankt Goarshausen an. Seit 1947 ist Nastätten Teil des damals neu gegründeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit der Gebietsreform von 1969 gehört die Stadt zum Rhein-Lahn-Kreis und wurde Sitz der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Nastätten.


Panorama-Aufnahme von Nastätten

Behörden

Kfz-Zulassungs-Außenstelle: Nastätten, Bürgerhaus, Schulstraße 29 Tel.: 06772/962-145 Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 11 Uhr

Agentur für Arbeit (Nastätten) Schulstr. 29, 56355 Nastätten Tel.: 06772/93230

Stadtverwaltung & Städtische Ämter Nastätten

Bildung

Grundschulen Nastätten

Haupt- und Realschule Nastätten

Gymnasien Nastätten

Sonstige Nastätten

Kindergarten Nastätten

Kirchen Nastätten

Freizeit und Kultur

Schwimmbad
56355 Nastätten
06772/960597


Videotheken
Clos Karl-Heinz
Industriestraße 3
56355 Nastätten
06772/94100
clos-online.de


Videopoint Bernd Wüst
Römerstr. 30
56355 Nastätten
06772/968751
videopoint-nastaetten.de


Kino
Kino-Center Nastätten
Römerstr. 4
56355 Nastätten
Tel.: 06772 / 8338
www.rhein-lahn-info.de/kino-center


Freiraum im Sponheimer Hof
Seminare, Ausstellungen
Oberstraße 24
56355 Nastätten
Tel.. 06772 / 960007 Fax.: 06772 / 960005
freiraum-seminar.de
[2]

Museen Nastätten

Tourismus

Sehenswürdigkeiten

Linde am Sohlernschen Hof Nastätten


Hotels Nastätten


Gesundheit

Persönlichkeiten

Wilhelm Nesen

Wilhelm Nesen (* 1492 in Nastätten; † 6. Juli 1524 in Wittenberg) war ein deutscher Humanist und Pädagoge. Er war ein Schüler des Erasmus von Rotterdam und Anhänger Luthers. Nesen wurde 1492 in Nastätten im Taunus geboren und erwarb die Magisterwürde in Löwen. Von dort ging er nach Basel, wo er zum Kreis um Erasmus von Rotterdam und Ulrich Zwingli gehörte. Wie viele Humanisten seiner Zeit, wechselte er häufig den Aufenthaltsort. So wechselte er 1517 nach Paris und wurde 1518 Professor am Collegium trilingue in Löwen. Sein jüngerer Bruder Konrad kommentierte die damaligen Verhältnisse in Löwen auf satirische Weise. Wegen eines Streites mit dem Karmeliter-Prior Nikolaus Egmond musste er Löwen verlassen. Durch Vermittlung von Erasmus wurde er von dem Patrizier Hamman von Holzhausen nach Frankfurt am Main berufen. 1520 wurde er Gründungsrektor der ersten Lateinschule Frankfurts. Aus dieser Schule ging später das städtische Gymnasium hervor. In der Bestallungsurkunde des Rates wird er als Poet und Erfarner in lateinischer und griechischer Sprach bezeichnet. Seitdem Martin Luther am 14. April 1521 auf seiner Reise zum Reichstag nach Worms und am 27. April auf der Rückreise zweimal in Frankfurt übernachtet hatte, stand Nesen in regelmäßigem Kontakt mit ihm. Luthers Streitschrift vom Februar 1523 adversus armatum virum Cocleum gegen Johannes Cochlaeus ist Nesen gewidmet. Im April 1523 ging Nesen an die Universität Wittenberg, um sich dort der Rechtswissenschaft zu widmen. Gleichzeitig hielt er Vorlesungen über klassische Autoren und Geographie. Er ertrank am 6. Juli 1524 bei einem Unfall in der Elbe nahe Wittenberg. Sein plötzlicher Tod löste Trauer und Bestürzung aus. In den auf seinen Tod folgenden Wochen entstand Luthers Lied Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.

[3]

Robert Ferdinand Wagner

Robert Ferdinand Wagner. Der gebürtige Deutsche vertrat den Bundesstaat New York im Senat der Vereinigten Staaten. Robert Wagner wurde als jüngstes von neun Kindern geboren. Mit seiner Familie kam er 1885 in die Vereinigten Staaten, wo der Achtjährige in New York City die Schule besuchte. Unfähig, auch nur ein Wort Englisch zu sprechen, lernte er schnell hinzu. Da seine Familie in Armut lebte, musste auch Wagner schon früh arbeiten gehen, war als Zeitungsverkäufer tätig oder als Hilfskraft in einem Lebensmittelgeschäft. 1898 erlangte er seinen Abschluss am City College of New York, so dass er danach an der Columbia University immatrikulierte. Hier studierte er Rechtswissenschaften und wurde 1900 in die Anwaltskammer des Staates New York aufgenommen. Er schloss sich Tammany Hall an, der Organisation der New Yorker Demokraten und wurde daraufhin auch Mitglied der Demokratischen Partei. Sein erstes öffentliches Amt bekleidete Wagner ab 1905, als er als Kandidat seiner Partei in die New York State Assembly, die Abgeordnetenkammer des Staates New York, einzog. 1908 wurde er in den Senat von New York gewählt, in dem er von 1909 bis 1918 ein Mandat ausübte. Von 1911 bis 1914 war er dort President pro Tempore und Mehrheitsfraktionsführer. Nachdem der Gouverneur von New York, William Sulzer, im Oktober 1913 im Zuge eines Amtsenthebungsverfahrens zurücktreten musste, übernahm Martin H. Glynn, der vorherige Vizegouverneur, dessen Amtsgeschäfte. Glynn nominierte daraufhin Wagner als seinen Lieutenant Governor. So kam es, dass Wagner parallel zu seiner Tätigkeit im New Yorker Senat auch von Oktober 1913 bis Dezember 1914 Vizegouverneur von New York war. Wagners Karriere führte ihn 1919 als Richter an den New York Supreme Court, den Obersten Gerichtshof des Staates New York, wo er bis 1926 wirkte. Im selben Jahr kandidierte er mit Erfolg für einen Sitz im US-Senat und konnte den republikanischen Amtsinhaber James Wolcott Wadsworth verdrängen. Robert Wagner, der sein Amt am 4. März 1927 antrat, wurde dreimal in Folge wiedergewählt. 1944 war er Delegierter auf der Konferenz in Bretton Woods (New Hampshire), auf der das Bretton-Woods-System beschlossen wurde. Auch kam unter seiner wie auch unter Führung der Kongressabgeordneten Edith Nourse Rogers aus Massachusetts im Jahr 1939 die Wagner–Rogers Bill zur Ratifizierung. Das Gesetz sah vor, dass 20.000 jüdische Kinder unter 14 Jahren aus Deutschland fliehen und in die USA einreisen durften. Innenpolitisch wurde unter Senator Wagner, der zu den engen Freunden von US-Präsident Franklin D. Roosevelt zählte, der New Deal forciert. Auf Grund einer Herzerkrankung zog sich Wagner am 28. Juni 1949 als Senator ins Privatleben zurück. Er starb vier Jahre später, im Mai 1953, in New York und wurde 75 Jahre alt. Es war ihm nicht mehr vergönnt, zu sehen, wie ein Jahr später, 1954, sein Sohn Robert (1910–1991) zum Bürgermeister von New York gewählt wurde. Er blieb es bis 1965. Sein Enkelsohn Robert Ferdinand Wagner III (1944–1993) war in den 1970er Jahren Mitglied des Stadtrates von New York.


[4]

Karl Peter Bruch

Karl Peter Bruch (* 17. Juli 1946 in Nastätten) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2005 bis 2011 Innenminister von Rheinland-Pfalz und ab November 2006 auch stellvertretender Ministerpräsident des Bundeslandes. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.Beruf und politische Laufbahn [Bearbeiten] Bruch absolvierte eine Polizistenausbildung. Von 1964 bis 1987 arbeitete er als Polizeibeamter und erreichte dabei den Rang eines Kriminalhauptmeisters. Von Juli 1979 bis Juni 2001 war Bruch ehrenamtlicher Bürgermeister seiner Heimatstadt Nastätten. Vom 27. Mai 1987 bis 18. Mai 2001 gehörte er dem Landtag von Rheinland-Pfalz an; dort übte er seit 22. Mai 1991 die Funktion des parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Landtagsfraktion aus. Am 18. Mai 2001 wurde Bruch als Staatssekretär ins rheinland-pfälzische Ministerium des Innern und für Sport berufen. Am 25. Februar 2005 löste er den aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Innenminister Walter Zuber ab (Kabinett Beck III). Bei der Bildung der SPD-Alleinregierung nach der Landtagswahl 2006 wurde er im Amt bestätigt (Kabinett Beck IV). 2011 schied Bruch aus dem Amt. Im Oktober 2007 forderte die rheinland-pfälzische CDU Bruchs Rücktritt vom Amt als Landesinnenminister wegen der „Schwiegersohn-Affäre“. Der Minister hatte im Jahr zuvor den Auftrag für einen Imagefilm des Landes ohne Ausschreibung an ein Mainzer Unternehmen vergeben, dessen Mitinhaber Marcus Stiehl im Sommer 2007 Bruchs Schwiegersohn wurde. Der Film „fliegen lernen“ von Roberto Formica und Marcus Stiehl wurde für den 40. Deutschen Wirtschaftsfilmpreis nominiert und dort am 23. November 2007 mit dem Sonderpreis für den besten Film des gesamten Wettbewerbs ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert war. Ein Jahr später, am 23. Oktober 2008, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz im Südwestrundfunk (SWR), in dieser Angelegenheit sei gegen Bruch eine Strafanzeige wegen Untreue erstattet worden. Die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens wurde jedoch abgelehnt. [5]

Harro Heuser

Harro Heuser (* 26. Dezember 1927 in Nastätten; † 21. Februar 2011) war ein deutscher Mathematiker. Er ist vor allem für sein zweibändiges Lehrbuch zur Analysis bekannt, das sich zu einem Standardwerk entwickelt hat. Harro Heuser studierte von 1948 bis 1954 Mathematik und Physik an der Universität Tübingen und schloss mit dem Staatsexamen ab. Anschließend promovierte er über Operatoren mit endlichen Defekten bei Helmut Wielandt 1957 in Tübingen und 1962 erfolgte die Habilitation an der Universität Karlsruhe. Im darauffolgenden Jahr wurde er Professor an der Pädagogischen Hochschule Kiel (heute Teil der Universität Kiel), 1964 Wissenschaftlicher Rat und außerplanmäßiger Professor an der Universität Mainz. Im Jahre 1968 wurde er dann zum ordentlichen Professor an der Universität Karlsruhe berufen und arbeitete dort bis zu seiner Emeritierung 1996. Harro Heuser absolvierte außerdem Gastprofessuren in den USA, Kolumbien, Kanada und Italien. Insbesondere nach seiner Emeritierung schrieb Harro Heuser auch populärwissenschaftliche Bücher, in denen er sich vor allem mit kulturgeschichtlichen Aspekten der Mathematik und Physik – insbesondere der Ideengeschichte – auseinandersetzte.

Schriften

[6]

Ingolf Deubel

Ingolf Deubel (* 2. April 1950 in Nastätten) ist ein deutscher Politiker (SPD). Nach seinem Abitur am Städtischen Aufbaugymnasium Dortmund 1970 hatte Ingolf Deubel Volkswirtschaftslehre, Mathematik, Publizistik und Sport (Abschluss Diplom-Volkswirt) an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studiert. 1981 promovierte er dort am Institut für Finanzwissenschaft bei Prof. Dr. Heinz Grossekettler, dem ehemaligem Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, mit einer ökonometrischen Arbeit über Wettbewerb und Kooperation zum Dr. rer. pol. Von 1981 bis 1984 arbeitete er als Wissenschaftlicher Referent am Freiherr-vom-Stein-Institut des Landkreistages Nordrhein-Westfalen in Münster zum Kommunalen Finanzausgleich. Von 1984 bis 1985 war er Referent für Wirtschaftspolitik und Öffentliche Finanzen bei der Westdeutschen Landesbank in Düsseldorf. Deubel ist verheiratet und hat drei Kinder. Deubel ist 1969 in die SPD eingetreten und war Mitglied des Landesvorstands sowie des Präsidiums im Landesverband Rheinland-Pfalz der SPD. Er wurde 1985 Stadtkämmerer und 1991 Oberstadtdirektor von Solingen. In dieser Zeit war er Mitglied im Landesvorstand und Vorsitzender des Finanzausschusses des Städtetages Nordrhein-Westfalen. Außerdem war er Mitglied im Vorstand des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands in Düsseldorf. Von 1997 bis 2006 war Ingolf Deubel Staatssekretär im Finanzministerium des Landes Rheinland-Pfalz. Am 18. Mai 2006 wurde er als Nachfolger von Gernot Mittler zum rheinland-pfälzischen Finanzminister ernannt. Am 7. Juli 2009 trat Deubel zurück aufgrund des Scheiterns einer privaten Finanzierung beim Projekt Nürburgring 2009, dem Ausbau der Rennstrecke zu einem Freizeit- und Businesszentrum. Am 30. Juni 2010 gab die Staatsanwaltschaft Koblenz in diesem Zusammenhang wegen der möglichen missbräuchlichen Verwendung staatlicher Mittel die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens wegen Betrugs und Untreue gegen ihn bekannt. Deubel war stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Bundesrats und Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat sowie in der Föderalismuskommission II. Er war Sprecher der Finanzminister der A-Länder. Er hat seit 1997 einen Lehrauftrag für Wirtschaftspolitik und Verwaltungsmodernisierung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und wurde dort 2004 zum Honorarprofessor ernannt. Er ist Autor einer Vielzahl von Aufsätzen und Büchern zu den Schwerpunktthemen Öffentliche Finanzen, Föderalismusreform, Finanzausgleich, Steuerpolitik, Verwaltungsmodernisierung und Arbeitsmarktpolitik.


[7]

Wolfgang Back

Wolfgang Back (* 9. April 1943 in Nastätten im Taunus) ist ein deutscher Fernsehmoderator und Wissenschaftsredakteur, der durch das Fernsehmagazin Hobbythek und den WDR Computerclub bekannt wurde. Er zählt zu den Mitbegründern des deutschen Computer-Journalismus. Nach seiner Volksschulzeit in Oelsberg im Taunus und Patersberg besuchte Wolfgang Back das Naturwissenschaftliche Gymnasium in Sankt Goarshausen. Bis zum Abitur im Jahr 1963 arbeitete er neben der Schule als Lokalreporter für die Rhein-Zeitung in Koblenz und bediente etwa 20 Ortschaften im Kreis. Im Anschluss studierte er Elektrotechnik an der RWTH in Aachen.Ab 1970 übersetzte er Artikel der damals gerade neu erschienenen niederländischen Fachzeitschrift elektor in die deutsche Sprache und begann im selben Jahr für den WDR zu arbeiten. Anfänglich drehte er monatliche Beiträge über „kuriose technische Erfindungen“ für die Fernsehsendung Wissenschaft heute. In den Jahren 1972 und 1973 arbeitete er zusammen mit Jean Pütz an der Fernsehsendung Einführung in die Digitaltechnik mit, von 1974 bis 1981 moderierte er dann gemeinsam mit Pütz das Fernsehmagazin Hobbythek. Es folgten einige Ausgaben des Freizeitmagazins eff-eff, aus denen später der WDR Computerclub entstand, sowie verschiedene Wissenschaftssendungen wie die Erfinderbörse, Know how – Gewusst wie, Warum? Darum!, Kaleidoskop und andere. Den größten Erfolg hatte Back mit der Sendung WDR Computerclub, die er zusammen mit Wolfgang Rudolph von 1981 bis zu ihrer Einstellung im Jahr 2003 moderierte. Danach übernahm er die Redaktion der WDR-Sendung ServiceZeit Technik, bis diese Ende 2005 ebenfalls eingestellt wurde. Podcasts unter dem Titel Computer:club2, kurz CC2, wieder aufleben. Seit dem 24. Juli 2007 gibt es den CC2 wieder als regelmäßige Fernsehsendung auf dem Lokalsender NRW.TV zu sehen und als Video auf der Webseite zur Sendung. Seit dem 9. Juli 2010 erfolgt die Ausstrahlung auch auf dem digital verbreiteten Mediendienst DrDish TV über den Satelliten Astra 1H sowie über die Web 2.0-Medienplattform Sevenload. Wolfgang Back ist nach eigenen Angaben auf seiner Homepage am 1. Mai 2006 in den Ruhestand gegangen. Fernsehen (Auswahl)

Literatur (Auswahl)

Auszeichnungen


[8]

Johannes Bückler

Johannes Bückler(frz. Jean Buckler. genannt Schinnerhannes oder Schinderhannes; * vermutlich Herbst 1779 in Miehlen (oder Weidenbach) bei Nastätten im Taunus[1] – über das Geburtsdatum des Johannes Bückler gibt es unterschiedliche Auffassungen und Quellen, so wurde bislang vermutet und mit Kirchenbüchern belegt, dass er am 25. Mai 1783 geboren sein könnte –; † 21. November 1803 in Mainz) war ein deutscher Räuber, dem heute 130 Straftaten, zumeist Diebstähle, Erpressungen und Raubüberfälle nachgewiesen werden können. Die Gesamtzahl seiner Mittäter betrug 94. Der Name Schinderhannes verweist auf die Tätigkeit des jungen Bückler, der bei zwei Wasenmeistern, die mancherorts auch Schinder genannt werden, als Lehrjunge gearbeitet und dort den Rufnamen erhalten hatte; so seine Aussage im späteren Ermittlungsverfahren 1802/03. Auch seine Vorfahren väterlicherseits waren seit Generationen Schinder gewesen. Der älteste bekannte Vorfahre Johannes Bücklers ist Sebastian Bickler, Henker und Wasenmeister von Kirchberg und Koppenstein, der an der nach dem Dreißigjährigen Krieg verfallenen Mühle Wallenbrück dem Wasnerhandwerk nachging. Er selbst stammte wohl, so die Aussagen seines Sohnes Hans-Adam, aus einer alten Scharfrichter- und Schinderfamilie. Der Sohn Hans-Adam (auch Johann Adam) Pickler (1649–1720) führte nach seiner Bestätigung vom 13. November 1679 beide Ämter auf der Wallenbrück fort. Die Franzosen forderten während der Pfälzischen Erbfolgekriege eine von ihm nicht erbringbare Kontribution; daher wurde er 1693 abgesetzt und durch den Scharfrichter Dillendorf aus Corray bei Zell an der Mosel ersetzt. 1697, nach Kriegsende, konnte Hans-Adam Bickler jedoch zurückkehren. von Hans-Adam Bickler und seiner Frau Margaretha, Tochter des Wasenmeisters Coller von Bernkastel, geboren. Auch er blieb zunächst vor Ort, verließ jedoch 1703 die Familie und ging nach Hilscheid bei Thalfang. Nachdem 1708 die Vordere Grafschaft Sponheim zwischen Baden und Kurpfalz aufgeteilt und die Wallenbrück zum badischen Grenzort geworden war, suchten dort immer mehr Kriminelle und gerichtlich Gesuchte Zuflucht. Nach dem Tod seines Vaters und schweren Erbstreitigkeiten zwischen ihm und seiner Stiefmutter Eva Marie gelang es Niclas Bickler, den Erbstandsbrief zu erhalten. Das Oberamt Kirchberg hob die Entscheidung jedoch anderthalb Jahre später, am 16. Februar 1722, wieder auf; Eva Bickler erhielt nun den Brief. In Folge weiterer ruinöser Erbschaftsstreitigkeiten musste die Wallenbrück am 31. August 1733 zwangsversteigert werden. Sie ging an den Naumburger Scharfrichter Matthias Nagel, der sie 1738 an seinen Schwiegersohn Johann Leonard North weitergab, der sie wiederum von Johannes Bickler bewirtschaften ließ. Otto Philipp Bickler, Niclas’ Sohn, wurde Scharfrichter in Wartelstein, dem heutigen Schloss Wartenstein bei Kirn. In diesem Amt folgte er Mattias Nagel, einem Enkel Matthias Nagels, nach. Bickler ging 1754 nach Merzweiler. Später erlernte Johannes Bückler, der Schinderhannes, bei Mattias Nagel das Schinderhandwerk. Nagel, der auch als Wundheiler bekannt war, versorgte Bückler nach Überfällen und Ausbrüchen ärztlich. Der Vater des Schinderhannes, Johannes Bickler, wurde in Merzweiler geboren. Dieser heiratete Anna Maria Schmidt in Miehlen. Die Eltern Bücklers flüchteten 1783 wegen eines Holzfrevels und eines Wäschediebstahls der Mutter aus Miehlen. 1784 ließ sich der Vater für sechs Jahre vom österreichischen Heer anwerben. Er diente in Mähren, desertierte 1789 und kehrte zunächst in seinen Geburtsort Merzweiler zurück.

Die kriminelle „Karriere“ des jungen Bücklers beginnt im Alter von 15 Jahren: Er unterschlägt einen Louis d’or, mit dem er im Nachbardorf Branntwein kaufen sollte. Seine erste Lehrzeit bei dem Wasenmeister Nagel in Bärenbach endet mit öffentlichen Rutenschlägen, da ihm vorgeworfen wird, er habe seinem Meister sechs Kalbfelle und eine Kuhhaut gestohlen. Nach Meinung von Bückler haben diese Felle ihm jedoch zugestanden. In der Folgezeit schließt sich Bückler einem älteren Lehrjungen, Niklas Nagel an, mit dem er Viehdiebstähle begeht. Später unterstützt er Jakob Fink, genannt der „Rote Fink“, bei dessen Diebstählen. Allgemein wird zwar behauptet, Bückler sei Anführer einer Räuberbande gewesen, durch die aktuelle wissenschaftliche Forschung kann diese Behauptung aber nicht mehr aufrechterhalten werden. Bis zu seiner Inhaftierung in Simmern im Februar 1799 hatte Bückler mehr als 40 Vieh- und Pferdediebstähle begangen. In diese Zeit fällt auch seine Teilnahme an zwei Tötungsdelikten, die er mit Peter Petri, genannt „Schwarzer Peter“, an dem „Plackenklos“ und dem jüdischen Viehhändler Simon Seligman begangen haben soll. Eine juristische Aufarbeitung des vollständigen Aktenmaterials hat jedoch gezeigt, dass gegen ihn der Vorwurf des Mordes nicht aufrechterhalten werden kann. Johannes Bückler kehrte um 1800 auf die Wallenbrück zurück, wo er in der nun von Conrad Weyrich betriebenen Mühle Pferde zu stehlen versuchte. Ein weiterer längerer Aufenthaltsort Bücklers war die in der Nähe zu Dickenschied gehörende Siedlung Scheidbach.

Erst nach seiner Flucht aus dem Turm zu Simmern geht Bückler mehrheitlich zu Raubüberfällen und räuberischen Erpressungen über. Diese begeht er mit einer durchschnittlichen Zahl von fünf Mittätern. Ein großer Teil seiner Unternehmungen richtet sich dabei gegen Juden. In der Zeit bis zu seiner endgültigen Inhaftierung kommt es zu mehreren Todesfällen, die möglicherweise Bückler zuzurechnen sind. Aber auch hier reicht das heute bekannte Aktenmaterial nicht aus, Bückler als Mörder zu bezeichnen. Darüber hinaus fehlt es an einer Bandentätigkeit insofern, als die Mittäter fast täglich wechselten. Zwar zog Bückler manchmal mit bestimmten Personen mehrere Wochen lang umher, und immer wieder schloss er sich anderen Spießgesellen an (bzw. sich diese ihm); jedoch kann von einer Bande im juristischen Sinne, in der sich verschiedene Personen verabredet haben, auf eine bestimmte Dauer Straftaten zu begehen, nicht die Rede sein. Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass insbesondere die zahlreichen Wohnsitzlosen und die fahrenden Krämer (die sogenannten Vaganten) sich durch Diebstähle ein Existenzminimum zu sichern versuchten. Kurzfristige Zusammenschlüsse waren dabei die Regel. Allerdings hatte Bückler sich im Laufe des Jahres 1800 einen immer bedeutsameren Ruf erworben, so dass sich viele Personen mit zweifelhaften Ruf ihm gern anschlossen bzw. auch ohne Aufforderung Wache hielten, wenn er sich z. B. in einer Gaststätte aufhielt.

Mit dem neuen Jahrhundert begann allmählich das französische Polizeisystem Wirkung zu zeigen. Nach einer Verordnung des Generalregierungskommissärs Jollivet 1800 geriet Schinderhannes auch überregional in den Fokus der Strafverfolgungsorgane, so dass er unter dem Pseudonym Jakob Ofenloch ein fahrendes Krämergewerbe im Rechtsrheinischen begann. Nach Ostern 1800 begleitete ihn dabei seine letzte Geliebte Juliana Bläsius.

Um 1801 hausten Schinderhannes und seine Begleiter auf der halb verfallenen Schmidtburg im Hahnenbachtal oberhalb von Kirn. Im nahegelegenen Dorf Griebelschied feierte man sogar öffentlich einen sogenannten Räuberball. Vielleicht durch diesen Übermut wurde die längst im Fokus polizeilicher Interessen befindliche Bande dann auch lokalisierbar. Am 31. Mai 1802 wurde er im östlichen Hintertaunus zwischen Wolfenhausen und Haintchen vom Kurtrierischen Hofgerichtsrat und Amtsverwalter zu Limburg a.d. Lahn, Herrn Fuchs, morgens bei Tagesanbruch mit einem Kommando von Niederselters aufgespürt. Als man noch eine Viertelstunde vor Wolfenhausen war, sah man 300 Schritte neben der Straße eine Person aus einem Kornfeld herausgehen. Diese erschien dem Kommando fremd und wurde umgehend festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt wusste man noch nicht, dass der Fremde der Schinderhannes sei. Vielmehr war Johannes Bückler von einer Streife schon zwei Tage zuvor des Ortes Wolfenhausen verwiesen worden und von ebendieser Streife wieder aufgegriffen und dann festgenommen worden. Er wurde nach Wolfenhausen geführt, wo sich der Wied-Runkelische Leutnant mit seinem Streifenkommando befand. Von dort wurde er nach Runkel verbracht. Mit der Aussage, er, „Jakob Schweikard“, wie er sich nannte, wolle sich zum Militärdienst melden, versuchte er diesmal zu entkommen. Er wurde unter leichter Bewachung von Runkel nach Limburg an der Lahn gebracht, dem Sitz des Rekrutierungsbüros. Zu diesem Zeitpunkt war noch immer nicht bekannt, dass es sich bei diesem Mann um Johannes Bückler handelte. Die leichte Bewachung hatte vielmehr mit seinem Wunsch des Armeedienstes zu tun, weil viele der Freiwilligen sich mit dem Handgeld aus dem Staub gemacht hatten. Erst in Limburg wurde er von einem Mann namens Zerfass aus der „langen Hecke“, heute Villmar-Langhecke, verraten und nach kurzer Haft im Keller des Rekrutierungsbüros unter schwerer Bewachung nach Frankfurt am Main gebracht. versprach den kaiserlichen Behörden, über alle seine Straftaten Auskunft zu geben, so lange er nicht an die Franzosen ausgeliefert werde. Nach mehreren ausführlichen Verhören wurde er jedoch mit Julchen und einigen Komplizen am 16. Juni 1802 an die französischen Behörden übergeben und ins damals französische Mainz gebracht. Nach der Übergabe war Bückler im Holzturm zu Mainz inhaftiert und wurde während der sechzehnmonatigen Voruntersuchung durch Johann Wilhelm Wernher mehreren Dutzend Einzelverhören unterzogen, bei denen 565 Fragen gestellt wurden. Hinzu kamen noch zahlreiche Gegenüberstellungen. Das Gericht hielt Bücklers Hoffnung auf ein gnädiges Urteil aufrecht und konnte ihm so umfangreiche Geständnisse entlocken. Ohne sich selbst mit Gewaltdelikten zu belasten, benannte er weit über 100 Personen, die im Zusammenhang mit seinen Straftaten standen. Mit ihm wurden weitere 19 Mittäter zum Tode verurteilt.


Film

Die Geschichte wurde fünfmal unter dem Titel Der Schinderhannes verfilmt (davon sind momentan drei Titel bekannt):

Schinderhannes und Lissy Arna als Julchen.

und Maria Schell als Julchen.

Drehbuch von Mark Scheibe und Gerd Schmidt. Regie führten Mark Scheibe und Daniela Wolf. Hauptdarsteller waren Volker Zill (Kelkheim) als Schinderhannes und Anja Dargatz als Julchen.

Sonstiges

Der Schrecken jedes Mannes, Und auch der Weiber Stück …“


[9]

Vereine

Arbeiterwohlfahrt Naststätten
Joachim Schmidt
Paul-Spindler-Str. 17
56355 Nastätten
[10]

Brieftaubenzuchtverein Rekord Nastätten
Horst Felske
Schillerstr. 16
56355 Nastätten
[11]

CDU Ortsverband Naststätten
Jens Schlieper
Borngraben 6
56355 Nastätten
[12]

DRK Naststätten
Hans-Eugen Maus
Paul-Spindler-Str. 37
56355 Nastätten
[13]

Evangelische Krankenhaushilfe (Naststätten)
Ilse Lessel
Steinsberg 7
56355 Nastätten
[14]

Fremdenverkehrsverein Naststätten
Rudolf Schabio
Museumsplatz
56355 Nastätten[15]

Freunde u. Gönner Freiwillige Feuerwehr Nastätten
Lutz Heidecker
Freiherr-vom-Steinstraße
56355 Nastätten
[16]

FWG Ortsverein Nastätten
Alexander Bayer
Rheinstr. 1
56355 Nastätten
[17]

Gewerbeverein Nastätten
Erich Gugler
Johannesgraben 31
56355 Nastätten
[18]

Hand in Hand Nastätten
Margit Werner
Rheingaustr. 5
56355 Nastätten
[19]

Heimatpflegeverein Blaues Ländchen
Winfried Ott
Sonnenfeld 27
56355 Nastätten
[20]

Karnevalsbruderschaft Nastede
Hellmut Schlieper
Paul-Spindler-Str. 19
56355 Nastätten
[21]

Kolping-Familie Nastätten
Uwe Müller
Sauerbornsweg 2
56357 Buch
[22]

Landfrauen Ring Nastätten
Ursula Singhof
Rheinstr. 38
56355 Nastätten
[23]

Männergesangverein Nastätten
Klaus Hofmann
Gronauer Str. 6
56355 Nastätten
[24]

Nastätter Carneval Club
Yvonne Berkenkamp
In der Förth 15
56355 Nastätten
[25]

Ortsbauernschaft Nastätten
Helmut Ludwig
Hof Heubachtal
56355 Nastätten
[26]

Einzelnachweise

  1. Wikipedia Nastätten
  2. Homepage der Kreisverwaltung Rhein-Lahn
  3. Wilhelm Nesen Wikipedia
  4. Wikipedia Robert F. Wagner
  5. Wikipedia Karl Peter Bruch
  6. Wikipedia Harro Heuser
  7. Wikipedia Ingolf Deubel
  8. Wikipedia Wolfgang Back
  9. Wikipedia Johannes Bückler
  10. Nastätten Vereine
  11. Nastätten Vereine
  12. Nastätten Vereine
  13. Nastätten Vereine
  14. Nastätten Vereine
  15. Nastätten Vereine
  16. Nastätten Vereine
  17. Nastätten Vereine
  18. Nastätten Vereine
  19. Nastätten Vereine
  20. Nastätten Vereine
  21. Nastätten Vereine
  22. Nastätten Vereine
  23. Nastätten Vereine
  24. Nastätten Vereine
  25. Nastätten Vereine
  26. Nastätten Vereine
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